Freitag, 4. November 2016

REZENSION: MAGISTERIUM (Band 2)


Cassandra Claire und Holly Black
Seitenanzahl: 303
ISBN: 978-3-8466-0017-7

 Gebundene Ausgabe 14,99€



KLAPPENTEXT

Magisterium
Das zweite Schuljahr beginnt

Callum ist durch die Pforte der Beherrschung getreten. Niemand kann ihm seine magischen Fähigkeiten jetzt noch nehmen.

Doch wie verkraftet er die unfassbare Wahrheit, die er über sich selbst erfahren hat? Was stellt er mit seinem Wissen an?
Und wenn er nicht mal sich selbst vertrauen kann, wem dann?

Gut oder Böse.
Leben oder Tod.
Call muss sich entscheiden.

MEINUNG

Callum hat das erste Schuljahr im Magisterium hinter sich gebracht. Als Zeichen dafür, durfte er durch die Pforte der Beherrschung treten. Ab diesem Zeitpunkt kann ihm niemand seine Zauberkräfte mehr nehmen.
Seine Sommerferien verbringt Callum mit seinem Vater, der sich nach wie vor gegen das Magisterium stellt und Callum nicht an die Schule zurück gehen lassen will. Zudem benimmt sich sein Vater noch merkwürdiger als je zuvor.
Eine Entdeckung, die Callum im Keller des Hauses macht, zwingt ihn dazu, die Flucht zu ergreifen. Er kann seinem Vater nicht mehr vertrauen und flüchtet zu Tamara.
Zurück im Magisterium wird ein Diebstahl eines gefährlichen Gegenstands offenbar, mit dem Callums Vater in Verbindung zu stehen scheint.
Um seinen Vater vor einer Strafe zu retten, begibt sich Callum mit seinen Freunden auf eine Rettungsmission, die außerordentlich gefährlich wird.

Calls Figur wurde in diesem Band noch stärker ausgearbeitet. Die große Offenbarung am Ende des ersten Bandes, lässt viele, auch widerstreitende Gefühle in ihm aufleben. Durch viele innere Monologe, bekommt der Leser tiefere Einblicke in seinen Charakter und Seelenzustand. Dadurch, dass Callum so sehr mit sich selbst beschäftigt ist und sein Geheimnis das Verhältnis zu seinen Freunden beschädigen könnte, kapselt er sich immer mehr von ihnen ab und hat das Bedürfnis, alle Herausforderungen alleine lösen zu müssen.
Die Story spielt dieses Mal weniger in der Schule, sondern außerhalb, in der "realen" Welt. Doch auch hier, sind die Einflüsse der magischen Welt sehr deutlich zu spüren und führen oft zu großen Gefahren für die Freunde.

Trotz eines inhaltlichen Cuts (das erste Buch endet in der Schule, das zweite beginnt in den Sommerferien), kommt man sehr gut in der neuen Thematik an. Kurze Rückblicke lassen das bereits gelesene noch einmal präsent werden. Die Spannung baut sich während des Lesens immer weiter auf und verliert sich an keinem Zeitpunkt. 
Jedoch kommt das Ende ziemlich abrupt und auch, in meinen Augen, etwas unerwartet. Ich hätte mir hier dringend eine noch intensivere bzw. ausführlichere inhaltliche Vorbereitung oder Hinführung gewünscht.

Wie nach Band 1 erhofft, steigert sich die Magisterism-Reihe im zweiten Band deutlich und verliert das Kinderbuch-Niveau: Jetzt wird es plötzlich ernst!
Trotzdem denke ich, dass auch hier noch etwas Platz nach oben ist. Ich kann es kaum erwarten den dritten Band in die Finger zu bekommen.
Wie will Call da nur wieder herauskommen...?


  4 VON 5 STERNEN

Donnerstag, 27. Oktober 2016

REZENSION: MAGISTERIUM (Band 1)



 Autor: Cassandra Claire und Holly Black
Seitenanzahl: 332
ISBN: 978-3-8466-0004-7

 Gebundene Ausgabe 14,99€



KLAPPENTEXT

Magisterium, das ist eine unterirdische Schule für Zauberei.
Callum Hunt ist ein 12-jähriger Junge, dessen Mutter früh verstorben ist. Er hasst Magie – er hasst einfach alles an ihr!
Drei Regeln hatte ihm sein Vater immer wieder eingeschärft:
- Traue nie einem Magier
- Bestehe nie eine magische Prüfung
- Betrete unter keinen Umständen das Magisterium
Doch Call wird sie alle brechen…

MEINUNG


Calum Hunt ist 12 Jahre alt und nicht wie andere Kinder in seinem Alter. Er hat ein lahmes Bein und ist schon deshalb nicht der beliebteste Junge. Mit seiner scharfen Zunge macht er sich auch nicht gerade viele Freunde.
Callum lebt mit seinem introvertierten Vater zusammen, da seine Mutter kurz nach der Geburt gestorben ist. Seit Callum denken kann, schärft sein Vater ihm ein, dass Magie „das Böse“ ist und er auf keinen Fall ins Magisterium kommen darf, in dem alle jungen Zauberer ausgebildet werden. Callum Vater gibt der Zaubererwelt die Schuld am Tod seiner Frau und möchte Callum nicht der gleichen Gefahr aussetzen.
Callum gibt sich große Mühe durch die Prüfung zu fallen, der sich alle jungen Zauberer unterziehen müssen, um ihre Fähigkeiten zu testen. Obwohl er durchfällt, wird er jedoch an der Schule aufgenommen.
Durch die Geschichten seines Vaters, die eine tiefsitzende Angst vor Magie ausgelöst haben, glaubt er nicht, dass er das erste Schuljahr unbeschadet überstehen wird. Aller Anfang ist schwer, doch hier erfährt er zum ersten Mal, was es heißt Freunde zu haben und irgendetwas wirklich zu können.

Endlich mal eine Hauptfigur, die nicht alles kann, super aussieht und beliebt ist.  Obwohl ich in den ersten beiden Kapiteln einige Startschwierigkeiten hatte, habe ich endlich wieder einmal ein Buch gefunden, dass man nicht aus der Hand legen und die ganze Nacht durchlesen mag.
Die Handlung ist spannend und der Text ist gut und flüssig zu lesen. Die witzigen Kommentare der Charaktere lässt einen des öfteren vor Vergnügen laut auflachen. Einen Bruch im Schreibstil, aufgrund der zwei Autoren, merkt man überhaupt nicht.

Das Buch würde ich sowohl Kindern als auch Erwachsenen empfehlen. Ich habe es mir tatsächlich gekauft, weil ich dachte, dass es den Harry Potter Bänden sehr ähnelt. Dies ist jedoch nicht unbedingt der Fall. Trotzdem ähnelt die Atmosphäre den Harry Potter Romanen. Die Geschichte ist jedoch trotz allem eine ganz eigene und kein Abklatsch.

Ich freue mich schon auf Band 2 und hoffe, dass sich die Geschichte um Callum noch steigern wird.
Potenzial ist dafür auf jeden Fall vorhanden!


  4 VON 5 STERNE

Dienstag, 18. Oktober 2016

REZENSION: DER TRAUMMACHER


 Autor: Max Bentow
Verlag: Goldmann Verlag
Seitenanzahl: 384
ISBN: 978-3-442-20510-3

  Broschiert 14,99€



KLAPPENTEXT


Simona ist eine lebenslustige junge Frau und im Begriff, gemeinsam mit ihrer Freundin Alina eine Werbeagentur in Berlin aufzubauen – bis sie eines Nachts auf tragische Weise ihrem Herzleiden erliegt. Ihre Mutter ist fortan eine gebrochene Frau, die das Trauma nicht überwinden kann: Sie hört Simonas Stimme und wird von schrecklichen Fantasien verfolgt. Doch dann ereignet sich etwas Unfassbares – sie wird im Keller ihres Hauses auf bestialische Weise ermordet, ihr Körper ist mit Biss-Spuren übersät. Nils Trojan und sein Team, die sofort am Tatort eintreffen, sind noch nie mit einem solch schockierenden Anblick konfrontiert worden. Doch dies ist erst der Anfang, denn wenig später wird auch Alina in einer verlassenen Turnhalle am Rande Berlins tot aufgefunden, ihr Hals entstellt von denselben grausamen Malen. Nils Trojan ermittelt fieberhaft, und was er enthüllt, führt ihn an den schwärzesten Abgrund, in den er je geblickt hat ...


MEINUNG



Simona hat gemeinsam mit ihrer Freundin Alina eine erfolgreiche Werbeagentur. Die lebenslustige Simona hat leider einen angeborenen Herzfehler an dem sie plötzlich stirbt. Simonas Mutter zieht sich immer mehr von der Außenwelt zurück und scheint in ihrer eigenen Traumwelt zu leben, da sie scheinbar den großen Verlust ihrer Tochter nicht verkraftet. Sie meint, dass ihre tote Tochter Kontakt zu ihr aufnehmen will. Eine Freundin der Mutter, die sich große Sorgen macht, finde sie schließlich tot in ihrem Keller. Der Leichnam ist übersät von Bissspuren.
Alinas Nachbar, der in Simonas Todesnacht bei ihr war, scheint auch Simona zu sehen. Er versucht sich mit Alina auszutauschen, doch die vermeidet jeglichen Kontakt zu ihm. Doch Alina wird selbst zum Opfer.

Das Buch begann spannend und ich dachte wow, das wird ein toller Thriller. Leider blieb es bei dem einmaligen wow. Auch durch die sehr langatmigen Szenen, kam keine neue Spannung auf. Mit den Charakteren wurde ich nicht wirklich warm und ich konnte mich auch nicht in sie hineinversetzen. Auch die seltsame Frau, die in Nils Leben tritt, war mir viel zu esoterisch. Die Story war leider sehr skurril und das Ende vorhersehbar. Die Grundidee war nicht schlecht, aber überzeugt hat es mich überhaupt nicht. Es war leider nicht mein Fall.



  2 VON 5 STERNE

Sonntag, 16. Oktober 2016

HÖRBUCH-REZENSION: TODESMÄRCHEN


 Autor: Andreas Gruber
Verlag: Der Hörverlag

ISBN: 978-3-8445-2137-5

  1 mp3-CD, Laufzeit: 10h 42



KLAPPENTEXT

Es war einmal in dunkler, abgrundtiefer Nacht ein böser, bitterböser Mann ...
In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus. Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen Häftling interessiert: Piet van Loon. Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel ...


MEINUNG


Todesmärchen ist der Dritte Fall von Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez. Man kann dieses Hörbuch auch hören ohne dass man die anderen gehört hat.
Aber ich empfehle jedem: Lest oder hört alle Bücher! Die Reihe und der Autor sind großartig.

Sabine Nemez hat mittlerweile ihre Ausbildung beendet und soll mit Sneijder in einem Team arbeiten. Wer die anderen beiden Bücher gelesen hat, weiß dass es eigentlich unmöglich ist mit Sneijder ein Team zu bilden. Sie jagen von einem Tatort zum anderen. Quer durch Deutschland, Niederlande und der Schweiz. Sabine Nemez ist überzeugt, dass es sich hier um einen Serientäter handelt.

Das Hörbuch wird in drei Handlungsstränge erzählt: 5 Jahre zuvor bei einem alten Fall von Sneijder, einige Wochen zu vor begleitet man eine junge Psychologin und in der Gegenwart mit Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder. In diesem Buch werden die Leser auch einiges über Maarten S. Sneijders Vergangenheit erfahren. Was mir persönlich richtig gut gefallen hat. Dadurch ist mir die Unfreundlichkeit in Person noch mehr ans Herz gewachsen.
Die einzelnen Kapitel sind so spannend, dass man immer weiterhören muss. Ganz oft habe ich mir gesagt, noch ein Kapitel dann hole ich mir was zu trinken. Drei Kapitel weiter sagte ich mir dies immer noch. 
Der Autor Andreas Gruber hat es wieder brillant hinbekommen die drei Handlungsstränge zu einem zusammenzubringen. Beim großen Showdown vergaß ich zu atmen. Ein ganz großartiges Ende. Wirklich toll gelungen. 
 
Dieses Hörbuch ist die gekürzte Fassung. Da ich vorher das Buch gelesen habe, kann ich es gut mit dem Hörbuch vergleichen. Man merkt so gut wie gar nicht, dass es die gekürzte Fassung ist, natürlich nur wenn vorher das Buch gelesen hat. Dem Hörvergnügen schadet diese gekürzte Version nicht. Es ist alles sehr logisch und nachvollziebar. 

Besonders lobend möchte ich hier auch noch mal den Sprecher erwähnen. Achim Buch passt perfekt zu Maarten S. Sneijder, der mit seinem niederländichen Akzent dem Hörbuch und Maarten S. Sneijder noch einen ganz besonderen Touch verleiht. Danke für dieses tolle Hörvergnügen!!!

Andreas Gruber hat hier wieder ein Meisterwerk erschaffen und für mich das Thriller-Highlight des Jahres!


  5 VON 5 STERNE

Freitag, 14. Oktober 2016

REZENSION: ANONYM


 Autor: Ursula Poznanski / Arno Strobel
Seitenanzahl: 384
ISBN: 978-3-8052-5085-6

  Hardcover 19,95€



KLAPPENTEXT

Du verabscheust deinen Nachbarn? Du hast eine offene Rechnung mit deiner Ex-Frau? Du wünschst deinem Chef den Tod? Dann setze ihn auf unsere Liste und warte, ob die anderen User für ihn voten. Aber überlege es dir gut, denn manchmal werden Wünsche wahr...
Es ist der erste gemeinsame Fall von Kommissar Daniel Buchholz und seiner Kollegin Nina Salomon, und er führt sie auf die Spur des geheimnisvollen Internetforums "Morituri". Dort können die Mitglieder Kandidaten aufstellen und dann für sie abstimmen. Dem Gewinner winkt der Tod. Aber das Internet ist unendlich, die Nutzer schwer zu fassen. Nur der Tod ist ausgesprochen real, und er ist näher, als Buchholz und Salomon glauben...


MEINUNG



Ein Forum im Darknet sorgt für den ersten gemeinsamen Mordfall von Daniel Buchholz und Nina Salomon. Hier konnten User im Schutz der Anonymität Menschen für eine Todesliste vorschlagen. Im Anschluss konnten die User wählen, wer das Opfer sein sollte. Hilflos müssen sie mit zu sehen, wie eine nächste Liste veröffentlicht wird. Selbst die IT-Spezialisten mit Hilfe von den amerikanischen Kollegen können das Forum nicht offline nehmen. Es beginnt eine spannende Verfolgungsjagd nach dem Mörder und dem nächsten Opfer.
Nina Salomon hat sich von Bremen nach Hamburg versetzen lassen. Sie ist sehr engagiert und übereifrig und eckt schnell mit ihrer Art an. Auch Alleingänge schreckt sie nicht zurück.

Der Thriller ist absolut packend. Er beginnt direkt spannend, wird spannender und spannender und das Ende ist unvorhersehbar und noch spannender.
Der Schreibstil der beiden Autoren harmoniert und lässt den Lesern das Atmen vergessen. Die Verhalten der Menschen im Schutz der Anonymität des Internets ist sehr realistisch und zugleich auch sehr erschrecken. Hier werden Menschen für einen Mord vorgeschlagen aus den nichtigsten Gründen.
Besonders gut haben mir auch die beiden Kommissare gefallen. Die Charaktere haben tiefe und man wird sehr schnell mit ihnen warm. Im Buch lernen wir einiges über ihre Vergangenheit kennen und es macht Lust auf mehr von diesem Duo zu lesen. Ich habe die ganze Zeit drauf gewartet, dass eine Liebesgeschichte zwischen den beiden entsteht. Und war sehr positiv überrascht, dass dies nicht der Fall war.

Danke für diesen tollen Thriller und ich hoffe so sehr, dass es nicht das letzte Buch des Duos war. Hier meine ich sowohl Strobel/Poznanski als auch Buchholz/Salomon.



  5 VON 5 STERNE